31. Mai 2013 | von Alle Beiträge anzeigen von
Dirk Schmidt
| Thema: Serviceorientiertes IT-ManagementAlle Beiträge zu diesem Thema anzeigen | 1.870 Besucher

Warum IT-Abteilungen ihre Selbstständigkeit nicht verlieren müssen

Ich habe vor kurzem einen interessanten Kommentar “Drei Leuchtfeuer im Nebel” über die zukünftige Entwicklung der IT-Abteilungen gelesen. Ausgehend von den Grundwerten für die Orientierung der IT Abteilung, die hier mit Crime, Consolidation und Cloud (drei C`s) definiert werden, wird auf eine Entwicklung hingewiesen, die sich auch mit meinen Beobachtungen deckt. Es ist die Entwicklung der IT-Abteilung von der in sich geschlossenen Gruppe von IT-Spezialisten für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der IT-Infrastruktur zum Dienstleister für die Fachabteilungen. Diese Entwicklung wird hier mit einem vierten “C” für Change bezeichnet.

Die Herausforderungen für die IT-Profis liegen in Zukunft nicht mehr in der Implementation und dem Betrieb von Anwendungen und Verfahren. Das kann sehr effizient durch externe Partner, die sich darauf spezialisiert haben, übernommen werden. Die neuen Aufgaben liegen viel mehr in der Beratung und Unterstützung der Fachabteilungen bei der Auswahl der einzusetzenden IT-Verfahren, um die Projekte bestmöglich umzusetzen.

Der Schlussfolgerung des Kommentars, dass sich mit dieser Integration der IT-Experten in die Arbeit der Fachabteilung die IT-Abteilung letztlich auflöst, kann ich jedoch nicht folgen. Vielmehr ist es wichtig, die einzelnen IT-Verfahren so aufeinander abzustimmen, dass eine effiziente (siehe Consolidation) und sichere (siehe Crime) IT-Infrastruktur betrieben werden kann. Die notwendige Zeit für die IT-Profis, um enger und intensiver mit den Fachabteilungen zusammen zu arbeiten, wird durch ein erweitertes Outtasking (siehe Cloud) gewonnen.

Damit ist jedoch die Forderung an die IT-Profis, zentraler Dienstleister für alle Fachabteilungen zu sein, nicht vom Tisch. Das ist immer noch eine sehr komplexe und anspruchsvolle Teamaufgabe. Um diese und die neuen Herausforderungen (siehe Change) zu meistern, ist es eher sinnvoll, sich weiterhin im Team darüber abzustimmen und damit die Gesamtheit aller eingesetzten IT-Verfahren im Auge zu behalten.

Was die Anbieter von IT-Outtasking betrifft, wird das im Kommentar angesprochene “kümmert ihr euch um das Geschäft, wir kümmern uns um eure IT”, weiter ein sehr hohes Gewicht haben. Dazu werden zwei neue Aufgaben kommen. Das ist einerseits die Unterstützung der IT-Profis bei der Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen und andererseits die direkte Unterstützung der Fachabteilung bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Diese Rolle des Dienstleisters, sozusagen als “Vermittler zwischen den Welten”, ist neu und verspricht ein spannendes und interessantes Aufgabenfeld zu werden.

Bildquelle/Copyright: © peshkova — Fotolia.com

Ihre Meinung zählt

Newsletter abonnieren