17. September 2013 | von Alle Beiträge anzeigen von
Jochen Dedek
| Thema: SHD: InsightsAlle Beiträge zu diesem Thema anzeigen | 813 Besucher

Wie wäre es mit Beratung?

Was ich mich schon seit einiger Zeit frage: was passiert denn nun mit den Erkenntnissen welche wir aus den Abhörskandalen gewonnen haben? Irgend jemand da draußen, der jetzt etwas ganz anders machen würde? Regiert in den Unternehmen jetzt mehr Vorsicht, werden gar Projekte zurückgeschraubt oder mit einem anderen – mehr auf Sicherheit ausgerichtetem – Fokus durchgeführt?

Letzte Woche nahm ich an der Cloud & Virtualisierungskonferenz des Vogel IT-Verlages in Darmstadt teil. Interessante Key-Note mit dem Fazit: Das Cloud Computing in der ursprünglich angedachten Form ist in Deutschland nach wie vor nicht angekommen. Warum? Weil es niemand richtig erklärt und noch wenigere tatsächlich so umsetzen, wie es versprochen wird.

Beratung braucht das Land!

Vor dem Hintergrund von Prism und Co. mehr denn je. Das Einzige, was wir jetzt wirklich in die Waagschale werfen können ist, dass wir unseren (potentiellen) Kunden noch einmal von vorn und behutsam erklären, wie wir sichere Services in Deutschland erbringen wollen, welche tatsächlichen Leistungen dahinterstehen und vor allem welcher Nutzen daraus zu ziehen ist. Mit dem Nutzen sollten wir anfangen…..

Die Überwachungsskandale haben die Leute sensibilisiert. Gelingt es jetzt nicht Klartext zu reden (und damit meine ich: endlich mal nicht nur Cloud-Phrasen zu dreschen), dann wird Cloud Computing in Deutschland auf ewig ein gehyptes Nischendasein fristen. Egal, was die Gazetten schreiben.

  1. 1
    Felix

    Erstens hat die Sensibilisierung unter den “Leuten” nix gebracht, sieht man die Wahlergebnisse und -Prognosen. Zweitens haben wir Fachkräfte im IT und Datenverarbeitungsgewerbe nur unsere Bestätigung erhalten, dass man unseren teilweise paranoid wahrgenommenen Voraussagungen ruhig trauen kann. Und drittens denke ich, ist der Begriff “Cloud” ein totaler Fehlgriff für effiziente, schnell bereitgestellte (aber auch leicht entfernbare), aber stabile IT-Services.
    Wenn Wolken wenigstens wirklich so vermascht wären, wie Watte, wie sie von unten aussehen, dann könnte man mit dem Begriff noch gute Assoziationen aufstellen. Aber Wolken sind physikalisch in ihren Eigenschaften alles andere als auf gute IT-Services anwendbar.
    Wenn wir IT-Services greifbar machen wollen, dann ist die Wolken-Assoziation meiner Meinung nach falsch und das macht es so schwer, Cloud unter die Leute zu bringen.

    Lg, Felix

  2. 2
    Jochen Dedek

    Hallo Felix,

    Danke für Deinen Kommentar. Ich sehe das genau so wie Du: Cloud ist der falsche Begriff für gute IT Services. Und mit der mantra-artigen Wiederholung durch die Medien wird es nicht besser, sondern nur noch schlimmer, da mittlerweile alles, aber auch alles “vercloudisiert” wird. Umso mehr sehe ich es als unsere Aufgabe an, die Hintergründe zu beleuchten und konkreten Nutzen aufzuzeigen. Was wäre denn Deiner Meinung als Formulierung besser geeignet um gute IT Services greifbar zu machen?

    VG, Jochen

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