23. Juni 2014 | von Alle Beiträge anzeigen von
Dr. Falk Ambos
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24 Jahre SHD – Herausforderungen des Wachstums rechtzeitig meistern

Heute vor 24 Jahren, am 23.6.1990, wurde die SHD gegründet. Zwar war es keine Garagengründung, doch ein 40 m2 großer Raum in einem ehemaligen DDR-Klubhaus gab auch nicht viel mehr her. Ein altes Sofa wurde für Besprechungen genutzt und als Firmenwagen diente ein schon etwas betagter VW-Bus.

Dafür saßen alle in einem Raum. Kommunikation war simpel. Keine langen Beratungen sondern kurze Abstimmungen und pragmatisches Vorgehen waren angesagt. Die Prozesse waren schlank und unbürokratisch.

Im Laufe der Zeit wurden einhergehend mit dem Wachstum und der zunehmenden geografischen Verteilung des Unternehmens die innerbetrieblichen Vorgänge immer schleppender, Urlaubsanträge gingen verloren und interne Beschaffungsanträge blieben liegen.

Es wurde Zeit sich mit der digitalen Umsetzung von Prozessen zu beschäftigen. Und so wurden immer mehr betriebliche Prozesse mit softwaregestützten Workflowtools umgesetzt. Erst später bürgerte sich dafür die Bezeichnung BPM (Business Process Management) ein.

Ob HR-Vorgänge, Bonitätsprüfungen oder Investbeschaffungen – es entstanden eine Vielzahl von digitalen Prozessen, die bis heute einen hohen Beitrag zur Effizienz der SHD liefern. Und das ist noch nicht alles. Die BPM-gestützten Prozesse ermöglichen uns auch den Überblick über wichtige Aspekte, wie die Ressourcenplanung in den Urlaubszeiten, die Verfügbarkeit von Spezialisten, sowie über geplante Trainings und Dienstreisen nicht zu verlieren. Darüber hinaus sichern sie die Transparenz beim Mitarbeiter, denn er kann immer nachvollziehen, in welchem Zustand sich ein Antrag befindet. Und wenn einmal eine Auskunft über frühere Vorgänge benötigt wird, kann auf diese unkompliziert über das digitale Archiv zugegriffen werden.

Wahrscheinlich kommt jedes aufstrebende Unternehmen einmal an den Punkt, an dem es über die Effizienz ihrer internen Vorgänge nachdenken muss. Gut vorstellbar, dass so manches Startup daran scheitert, wenn sich niemand im Unternehmen findet, der sich diesen Themen zuwenden will.

Aus meiner Erfahrung macht es sehr viel Sinn rechtzeitig den Grundstein für die Digitalisierung der Prozesse zu legen. BPM Werkzeuge sind heute leicht zugänglich und die Modellierung von Prozessen wird inzwischen auch auf einem hohen Niveau unterstützt. Ist die Basis einmal geschaffen, kann diese bei Veränderungen immer wieder einfach und unkompliziert angepasst werden. Dadurch bleiben die Prozesse insgesamt transparent, denn durch die softwareseitige Abbildung entsteht auch gleichzeitig deren Dokumentation. Dies erleichtert schlussendlich auch neuen Mitarbeitern die Einarbeitung.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir hier bei SHD inzwischen auch auf 24 Prozesse kommen, die wir im Laufe der Zeit digital umgesetzt haben und die inzwischen niemand mehr missen möchte.

In diesem Sinne wünsche ich allen jungen Unternehmen, dass sie wie wir die Herausforderungen des Wachstums meistern. Aber auch reife Unternehmen können trotz vorhandener ERP-, CRM-, CMS- und sonstiger Systeme von der Einführung digitaler Prozesse profitieren.


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