Close Up Of Documents And Laptop With Meeting In Background
22. Oktober 2015 | von Alle Beiträge anzeigen von
Christian Sennewald
| Thema: Digitalisierung von ProzessenAlle Beiträge zu diesem Thema anzeigen | 668 Besucher

Workshops in BPM Projekten

Was ein Workshop ist werden die Meisten wissen. Das solch ein Workshop gut vorbereitet sein sollte und dass das (teilweise viel) Zeit in Anspruch nimmt, ist unabdingbar, wenn man einen guten Job als Consultant machen will.

Und genau hier kommt es dann oft zu der Frage der Notwendigkeit für einen Workshop beim Kunden vor Ort.

  • Ist es wirklich notwendig vor Ort zu sein?
  • Kann man das nicht remote klären?
  • Wollen wir die Fragen vielleicht per Mail erörtern?

Auch ich hatte schon einige Meetings oder Workshops, bei denen ich nach 30 Minuten dachte “Ok, das hätten wir auch per Mail klären können…”

Nichtsdestotrotz bin ich der festen Überzeugung, dass man im Rahmen eines BPM Projektes die wichtigsten Erkenntnisse zu den Prozessen beim Kunden erst im persönlichen Gespräch erfährt. Ich sitze gerade im Flieger nach Hause von einem 1,5 Tage Workshop bei einem Kunden in England. Teilweise gibt es kulturelle Unterschiede die es schwer machen, Schwachstellen im bisher gelebten Vorgehen aufzudecken. Erst wenn man mit den einzelnen Fachabteilungen spricht und genauer nachfragt, warum sie das tun was sie tun, bekommt man die einzelnen Details mit, die am Ende über ein gutes Prozessdesign entscheiden. Auf meine Frage hin, warum man nicht schon in den vorherigen Meetings und Dokumenten auf verschiedene Dinge hingewiesen hat, bekam ich nur ein müdes Lächeln. 😉 Scheinbar hatte man sich über die letzten Jahre mit der Situation arrangiert.

Einen anderen Workshop hatte ich vor einigen Wochen beim Unternehmen Steinway & Sons. Ich hatte im Vorfeld viel über die Geschichte und die Tradition des Klavierbauers gelesen. Im ersten Vertriebsmeeting mit unserem Sales Consultant wurden genau diese Punkte auch angesprochen. Bis dahin waren das “nur” Rahmenbedingungen für mich, die es zu beachten galt. Was der beeindruckende Moment für mich war, war die Erfahrung des vor Ort Termins. Hier bekamen die Worte erst eine echte Bedeutung. Wer einmal die Chance hat, die Tradition und Geschichte solch einer Firma, wie Steinway & Sons eine ist, zu spüren, wird die Worte wie “Tradition”, “Geschichte” und “Verpflichtung” wirklich verstehen.
Warum schreibe ich das hier? Ganz einfach. Auch hier wurde im Vorfeld darüber diskutiert, ob wir einen KickOff Workshop machen oder nicht. Die rein technischen Anforderungen wurden bereits per Mail ausgetauscht und Remote abgeglichen. Daher war es nicht zwingend notwendig einen Kick Off Termin zu veranstalten. Im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass wir den Termin durchgeführt haben. Ich denke, es war für den Kunden und auch für uns sehr gut die ganzen “weichen” Faktoren abzugleichen.

Neben den hier dargestellten Workshops in bereits angelaufenen Projekten gibt es aber auch noch Initialworkshops für die Einführung von Prozessdigitalisierung, die das Ziel verfolgen, dem Kunden den Nutzen seiner Investition darzustellen.

Bildquelle/Copyright: © Monkey Business — fotolia.com

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