21. April 2016 | von Alle Beiträge anzeigen von
Dirk Schmidt
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CIO/IT-Leiter 2.0: Vom „Chief Information Officer” zum “Chief Information Broker“

Seit bereits geraumer Zeit gibt es Diskussionen darüber, inwieweit sich die Rolle der IT-Abteilung – und damit auch die Rolle des IT-Leiters oder im internationalen Sprachgebrauch „Chief Information Officers“ – verändert. Gründe weshalb diese Rolle sich ändern muss, gibt es eine ganze Reihe.

Neues „Machtgefüge!“ – das Verhältnis
Geschäftsführung/IT-Abteilung/Fachabteilung ändert sich

Das exklusive IT-Knowhow und die damit verbundene exklusive Stellung des IT-Verantwortlichen im Unternehmen geraten ins Wanken: durch immer selbstbewusstere weil besser informierte Fachabteilungen und eine Geschäftsleitung, die mittlerweile gelernt hat, dass heute technisch (fast) alles möglich ist und häufig auch zu attraktiven Kosten.

Digitale Transformation erfordert höhere Flexibilität und Agilität

Die digitale Transformation zwingt immer mehr Unternehmen dazu, auch ihre bestehenden IT-Umgebungen zu transformieren, um für die Herausforderungen des Marktes gewappnet zu sein. Dies erfordert in der IT-Abteilung ein Höchstmaß an Flexibilität und Agilität, die in vielen Fällen heute noch nicht erreicht wird, da zu viele Kapazitäten an Routine-IT-Aufgaben gebunden sind.

Gefahr einer Schatten-IT

Gründe für das Entstehen von Schatten-IT gibt es viele: Attraktive Cloud Lösungen, die auf „Knopfdruck“ für „kleines Geld“ genutzt werden können, eine Generation Y, die sich nur schwer in eine starres unternehmensinternes IT-Konzept pressen lässt und die Herausforderung für die IT-Abteilungen, immer mehr Aufgaben mit immer weniger Kapazitäten erfüllen zu können. Doch Schatten-IT bedeutet Verlust von Kontrolle und ein Verlagern von Daten auf Plattformen, die nicht von der IT-Security und Compliance Strategie, des Unternehmens abgedeckt sind.

IT-Security: Die IT-Abteilung als Wächter über Datensicherheit, Datenschutz und Compliance

Die Bedrohungen im Bereich IT-Sicherheit sind vielfältig, extern wie intern. Hacker, Viren und Würmer bedrohen die IT-Sicherheit genauso wie Fehlbedienung oder Nachlässigkeiten innerhalb des Unternehmens. Die Folgen sind in der Regel kritisch für das Unternehmen, denn nicht umsonst werden Daten heute als das „Rohöl des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Darüber hinaus drohen bei Verstößen gegen Datenschutz- und Compliance-Vorgaben empfindliche Strafen.

Die Lösung: Mehr Agilität durch Einsatz des „Besten aus allen Welten“

Wie bereits eingangs erwähnt, reichen reines IT-Expertentum heute nicht mehr aus, um die Rolle eines IT-Verantwortlichen erfolgreich zu erfüllen. Stattdessen sind heute verstärkt Managementfähigkeiten gefragt. Diese sind zum einen erforderlich, um im Spannungsverhältnis mit dem technisch Machbaren, dem von den Fachabteilungen Gewünschten und dem von der Geschäftsleitung Finanzierbaren, eine leistungsfähige, flexible und vor allem agile IT-Umgebung zu konzipieren und zu betreiben, die die externen Anforderungen erfüllt und flexibel auf zukünftige Herausforderungen reagieren zu können. Dies gelingt nur mit einem optimalen Mix an unterschiedlichen Betriebsformen, die perfekt auf die unternehmensspezifischen Anforderungen abgestimmt werden. Dabei wird es aus Kosten-, Zeit- und Kapazitätsgründen immer seltener gelingen, die komplette IT ausschließlich im eigenen Unternehmen zu betreiben. Der Corporate Information Officer wird damit zum Corporate Information Broker, denn er muss in der Lage sein, das „Beste aus allen Welten“ zu einem für sein Unternehmen optimalen Ganzen zu verschmelzen.

Bildquelle/Copyright: © chrupka — fotolia.com

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